Wie ein ganz normaler IKEA Billy mit Farbe und Zierleisten zum Lieblingsmöbel wurde
Unser Billy war viele Jahre einfach nur ein Billy. Weiß, praktisch und genau das Möbelstück, das in unzähligen Wohnungen steht.
Irgendwann habe ich ihn angesehen und gedacht: Eigentlich könnte er viel mehr sein. Also habe ich ihn gestrichen, Zierleisten aufgeklebt und ihm damit ein völlig neues Aussehen gegeben.
Heute ist er eines meiner Lieblingsmöbel und wahrscheinlich das DIY-Projekt, auf das ich am Häufigsten angesprochen werde.
Der Ausgangspunkt war denkbar unspektakulär. Ein ganz normaler weißer IKEA Billy mit Oxberg-Türen. Funktional, praktisch und ohne besondere Ausstrahlung.
Aus einem Billy wurde ein Lieblingsmöbel
Der Billy war praktisch und unauffällig, aber genau das passte irgendwann nicht mehr zu unserem Esszimmer. Er stand an einer Wand und war einfach da, ohne den Raum wirklich mitzugestalten. Wie sich der Raum insgesamt verändert hat, zeige ich in unserem Esszimmer-Makeover. Also wollte ich aus dem schlichten weißen Schrank etwas machen, das besser zu unserem Zuhause passt.
Die Idee war eigentlich ganz einfach: Farbe, Zierleisten aus Holz auf den unteren Türen, eine dünne Furnierplatte für die Rückwand und neue Messinggriffe. Die Materialkosten waren überschaubar. Wie sehr diese kleinen Veränderungen den Schrank verändern würden, hätte ich vorher selbst nicht gedacht.
Beim Farbton musste ich gar nicht lange überlegen. Es wurde wieder unser Dunkelgrün – derselbse Farbton, der sich inzwischen durch verschiedene Bereiche unserer Wohnung zieht. Mehr dazu findest du in meinem Artikel „Dunkelgrün als Akzentfarbe“.
Das habe ich für den Billy verwendet
- Schleifpapier, 180er oder 200er Körnung
- Kreppband zum Abkleben der Glastüren
- 2-in-1 Buntlack in Dunkelgrün und eine Farbrolle
- Holzzierleisten aus dem Baumarkt
- Holzleim, ich habe Ponal Fix & Fest verwendet. Er hält auch an senkrechten Flächen, ohne dass die Leisten während des Trocknens angepresst werden müssen.
- Doppelseitiges Klebeband zur Befestigung der Furnierplatte
- Messinggriffe
So habe ich den Billy verwandelt
Schritt 1: Schleifen
Das ist der Schritt, auf den ich am wenigsten Lust hatte und gleichzeitig der, bei dem ich nicht sparen würde. Die beschichtete Oberfläche des Billy muss gründlich angeschliffen werden, damit die Farbe später gut haftet. Ich habe deshalb alle Flächen sorgfältig angeschliffen und anschließend den Staub gründlich entfernt.
Schritt 2: Abkleben
Die Glastüren habe ich großzügig mit Kreppband abgeklebt. Hier gilt für mich tatsächlich: Lieber ein bisschen mehr abkleben als später Farbe vom Glas entfernen zu müssen.
Schritt 3: Zierleisten
Für die unteren Türen habe ich Holzzierleisten auf die passende Länge zugeschnitten und die Ecken auf Gehrung gearbeitet, damit sie sauber aufeinandertreffen. Anschließend habe ich die Leisten mit Holzleim direkt auf die Türen geklebt und alles gut trocknen lassen.

Schritt 4: Streichen
Danach kam endlich die Farbe. Den Buntlack habe ich mit einer Farbrolle aufgetragen und insgesamt zwei bis dreimal gestrichen. Zwischen den einzelnen Schichten habe ich ausreichend Trockenzeit eingeplant. Nach dem ersten Anstrich habe ich die Oberfläche noch einmal ganz leicht angeschliffen. Dadurch wird sie am Ende besonders gleichmäßig.
Schritt 5: Rückwand
Für die Rückwand habe ich eine dünne Echtholzfurnierplatte aus Eiche zugeschnitten, geölt und mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Das warme Holz ist ein schöner Kontrast zum Dunkelgrün und macht für mich einen großen Teil des fertigen Looks aus.

Schritt 6: Griffe
Die Messinggriffe kamen ganz zum Schluss. Anschrauben, fertig.
Heute ist der Billy eines meiner Lieblingsmöbel
Heute ist der Billy eines meiner Lieblingsmöbel im Esszimmer. Aus dem schlichten weißen IKEA-Schrank ist ein Möbelstück geworden, das viel besser zu unserem Zuhause passt.
Das Dunkelgrün, die Zierleisten, die warme Eichenholz-Rückwand und die Messinggriffe machen dabei für mich den Unterschied. Jedes Element für sich ist eher unspektakulär – zusammen funktioniert es einfach.
Genau das mag ich an solchen Projekten: Man muss nicht immer etwas neues kaufen, um einen Raum zu verändern. Manchmal reicht es, einem Mäbelstück ein bisschen Zeit, Farbe und eine eigene Idee zu geben.
Wie das Dunkelgrün auch in unsere Küche eingezogen ist, zeige ich dir in meinem Artikel über unsere Küche.



