Unser Schlafzimmer im Altbau: Was wir verändert haben
Unser Schlafzimmer war lange ein Raum, um den wir uns wenig gekümmert haben. Dabei ist es eigentlich einer der Räume, in denen wir jeden Tag viel Zeit verbringen.
Durch die ungewöhnliche Aufteilung war es allerdings gar nicht so einfach, ihn einzurichten. Viel Wandfläche gibt es nicht und auch unser Kleiderschrank stand lange eher funktional als schön im Raum. Irgendwann haben wir angefangen, nach und nach ein paar Dinge zu verändern, ohne das Schlafzimmer komplett neu einzurichten.
Grüner Streifen, weiße Wände
Lange waren die Wände in unserem Schlafzimmer weiß. Über dem Bett hatten wir einen breiten grünen Streifen gestrichen, den ich eigentlich sehr mochte. Irgendwann hatte ich mich daran aber sattgesehen und wollte es im Schlafzimmer ruhiger haben.

Deshalb haben wir die Wände irgendwann komplett in einem warmen Cremeton gestrichen. Das Grün ist trotzdem geblieben – nur etwas zurückhaltender: In den Textilien, den Pflanzen und ein paar kleineren Details.
So gefällt mir der Raum heute viel besser. Und weil Grün sich auch durch die übrige Wohnung zieht, passt das Schlafzimmer jetzt für mich noch besser zum Rest unseres Zuhauses.
Wie wir Grün als Akzentfarbe in unserer Wohnung einsetzen, habe ich hier ausführlicher gezeigt.
Das eigentliche Problem: Wenig Wandfläche
Unser Schlafzimmer hat eine etwas ungünstige Aufteilung. Durch die Balkontür und das Fenster bleibt nicht besonders viel zusammenhängende Wandfläche. Gerade für einen größeren Kleiderschrank ist das nicht ideal.
Unser Kleiderschrank stand deshalb irgendwann einfach quer im Raum. Das klingt zunächst vielleicht ungewöhnlich, war für uns aber tatsächlich die beste Lösung. Hinter dem Schrank ist ein kleiner Bereich entstanden, den wir als begehbaren Teil des Schlafzimmers nutzen können. Rechts und links neben dem Fenster haben wir zusätzlich einzelne Schränke untergebracht.
So konnten wir den vorhandenen Platz besser nutzen, ohne den Raum mit noch mehr Möbeln vollzustellen. Und genau diese Aufteilung funktioniert für uns bis heute gut.
Die Rückwand des Kleiderschranks
Da der Kleiderschrank quer im Raum steht, sieht man beim Betreten des Schlafzimmers zuerst seine Rückseite. Und die war ursprünglich einfach die typische graue Rückwand eines Kleiderschranks. Nicht besonders schön und vor allem nicht passend zu den restlichen Farben im Raum.
Wir haben deshalb Dekorpaneele aus dem Baumarkt auf die Rückwand geschraubt. Die Paneele waren zunächst ebenfalls eher grau und unscheinbar. Damit die Farbe darauf hält, haben wir sie zuerst grundiert und anschließend mit derselben Wandfarbe gestrichen, die wir auch für die Wände verwendet haben.

So hat die Rückwand jetzt genau den gleichen warmen Cremeton wie die Wand. Gleichzeitig bleibt durch die Struktur der Paneele eine schöne Oberfläche erhalten.
Für mich macht genau dieses Detail einen großen Unterschied: Aus der Rückseite des Schranks ist eine Fläche geworden, die sich ganz selbstverständlich in den Raum einfügt.
So haben wir unsere IKEA Malm Kommoden verändert
Neben unserem Bett stehen zwei IKEA Malm-Kommoden. Wir haben sie irgendwann mit neuen Messinggriffen versehen. Eine kleine Veränderung, die schnell gemacht war und die Kommoden für uns gleich viel schöner gemacht haben.

Auch die beiden EKET Schränke sind von IKEA. Wir haben sie als Nachttische an der Wand befestigt, sodass sie frei über dem Boden hängen. Die Schubladen lassen sich mit Push-to-open öffnen und auch hier haben wir die Griffe durch Messinggriffe ersetzt.
Solche kleinen Veränderungen machen für mich oft den Unterschied. Auch unseren Billy-Schrank haben wir mit Farbe und ein paar Details verändert.
Mir gefällt, dass sich das Messing an mehreren Stellen in unserer Wohnung wiederholt. In der Küche zum Bespiel genauso wie im Schlafzimmer. Es ist kein großes Gestaltungskonzept, aber solche kleinen Details sorgen dafür, dass die Räume trotz unterschiedlicher Möbel miteinander verbunden sind.
Unser Schlafzimmer lebt von den Textilien

Wenn ich unser Schlafzimmer verändern möchte, fange ich meistens bei den Textilien an. Dafür müssen nicht gleich neue Möbel her.
Bei uns macht vor allem das Bett viel aus. Eine helle, strukturierte Tagesdecke bildet die Grundlage. Dazu kommen die gemusterte Wolldecke in Waldgrün und verschiedene Kissen – das mit den Quasten, ein weiches Bouclé-Kissen und das dunkelgrüne Samtkissen.
Dabei muss für mich nicht alles genau zusammenpassen. Ich mag es lieber, wenn sich verschiedene Materialien und muster mischen und trotzdem ein paar Farben sich wiederholen. Bei uns sind das vor allem Beige- und Grüntöne
Die selbstgebaute Eichenholzbank
Am Fußende unseres Bettes steht eine Bank aus Eichenholz, die wir selbst gebaut haben. Die Konstruktion ist ziemlich einfach und war deutlich günstiger, als eine fertige Bettbank zu kaufen.
Die Bank ist im Alltag ganz praktisch: Mal liegt dort ein Buch, mal steht eine Pflanze darauf und morgens wird sie auch gerne zum kurzen Hinsetzen genutzt.
Und weil wir sie selbst gebaut haben, passt sie einfach genau an diesen Platz.
Wandbilder: Weniger ist mehr

Über dem Bett hängen zwei gerahmte Botanik-Fotografien. Blüten in Beige und verblasstem Rosa, sehr nah aufgenommen, sehr ruhig. Die Prints sind von Desenio, die Rahmen sind von IKEA.
Wandbilder können einen Raum so stark definieren, dass man glaubt, viel Geld ausgegeben zu haben, auch wenn man es nicht getan hat. Die drei Regeln die dabei funktionieren: Nicht zu viele auf einmal aufhängen. Die Rahmung konsistent halten. Das Motiv bewusst wählen.

Was diesen Raum wirklich ausmacht
Der Raum hat sich nicht über Nacht so entwickelt. Vieles ist über mehrere Jahre gewachsen – ein Griff hier, eine Decke dort, irgendwann die Paneele. Das ist kein Makel, sondern ein Grund warum er sich nicht eingerichtet anfühlt, sondern bewohnt.
Und das ist der Unterschied der am Ende zählt.
Transparenzhinweis: Alle Produkte wurden von mir selbst gekauft und bezahlt.


